Angaben zur Biologie und Ökologie der Hornissen

Lebenszyklus des Hornissenstaates

Ein Hornissenvolk wird etwa ab Mitte Mai von einer einzelnen überwinterten Jungkönigin gegründet. Die ersten Arbeiterinnen schlüpfen gewöhnlich vier Wochen nach der Nestgründung.

Königin bei der Brutpflege
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er Höhepunkt der Volksentwicklung wird in der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht.

Bild: Königin bei der Brutpflege



Dann leben in den Hornissenstaaten mit freien Entfaltungsmöglichkeiten im Durchschnitt etwa 200 bis 300 Tiere; im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland liegt die durchschnittliche Individuenzahl in einem Hornissenvolk etwas höher als im Norden. Nach einigen heißen Sommern können die Zahlen leicht von den statistischen Mittelwerten abweichen (zunehmen).

Der Wabenbau kann bei uneingeschränkter Ausdehnungs-möglichkeit eine Höhe von 50 bis 70 cm und einen Durchmesser von 25 bis 35 cm erreichen. Ausnahmefälle gibt es in sehr warmen Sommern mit optimaler Nahrungsversorgung der Brut, hier kann durchaus auch einmal ein Durchmesser von 1m erreicht werden.

 

Ab Ende August/Anfang September schlüpfen in den Völkern fast nur noch die Geschlechtstiere (Jungköniginnen und Drohnen). Diese fliegen nach und nach vom Nest ab; sie paaren sich gewöhnlich außerhalb des Nestes.

Spätestens ab Mitte Oktober nehmen die Individuenzahlen in den Hornissennestern immer rascher ab, bis schließlich die Völker in der Regel Ende Oktober/Anfang November zugrunde gehen auch die Nestgründerin (die Mutterkönigin) stirbt mit ihrem Volk. Nur die Jungköniginnen überwintern außerhalb des Nestes, teils im Erdreich, teils unter Blättern, unter Moos oder in morschem Holz, um im nächsten Frühjahr neue Völker zu gründen.

Die Verluste während der Überwinterung und der Nestgründungsphase sind hoch. Der alte Wabenbau des Vorjahres wird nicht wieder benutzt, wohl aber zuweilen der alte Nistplatz.