Lebensdauer und Lebenszyklus von Hornissenvölkern

Viele Mitbürger glauben, dass sie die Anwesenheit eines Insektenvolkes über Jahre Jahrzehnte zu ertragen hätten, wenn sie nichts dagegen unternehmen würden. Sehr zur Beruhigung trägt daher die Information bei, daß unsere heimischen wildlebenden Insektenstaaten mit Ausnahme der Ameisen nur während der Vegetationsperiode existieren können.

Hornissennest mit erfernter WabenhülleDie Völker der früh erscheinenden Hummel und Wespenarten sterben in der Regel zwischen Anfang August und Anfang/Mitte September ab. Zu diesen gehören die volkreichen Hummelarten und alle freinistenden Wespenarten ("freinistende" Wespensarten = Wespen, die ihren Wabenbau nicht in Höhlungen, sondern frei im Geäst von Büschen oder Bäumen, unter Dachrinnen oder Fensterbögen oder auch an der Decke von Schuppen, Dachböden, Bienenhäusern usw., dort meist fensternah, errichten.

Lediglich Hornissenvölker sowie die Staaten der immer im Dunkeln, in Höhlen nistenden Deutschen Wespe und der Gemeinen (= Gewöhnlichen) Wespe (Artenbeschreibung am Schluß dieses Aufsatzes) sterben erst zwischen Mitte Oktober und Anfang November ab. Auch die Mutterkönigin stirbt mit ab. Der verlassene Wabenbau wird nicht wieder bezogen! Hin und wieder entdeckt im folgenden Jahr eine Jungkönigin einen alten Nistort bei ihrer Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Nest und siedelt sich dort an -sofern der alte Wabenbau den Platz nicht blockiert.

Ein Hornissenvolk Volk im bereitsIn der großen Mehrzahl der Fälle genügt bereits der Hinweis auf das natürliche Absterben der Völker, um die ratsuchenden Mitbürger zur Duldung der Tiere bis zu dieser Zeit zu bewegen. Es ist aber wichtig, ihnen zusätzlich das richtige Verhalten gegen über "ihrem" Insektenvolk zu erklären, um Unsicherheiten und Enttäuschungen zu vermeiden.

Ein Hornissenvolk im bereits
abgestorbenem Endstadium am 25.10.2003