Probleme mit Hornissen im Schulalter

Es sollte für Eltern verpflichtend sein, an Ihre Kinder nicht die gleiche unbegründet panische Angst vor Hornissen weiterzugeben, die ihre Ursache letztlich in dem leicht zu merkenden, aber dennoch völlig unsinnigen Spruch hat:
Drei Stiche töten einen Menschen; sieben töten ein Pferd! Am Gift von Hornissen ist, soweit bekannt, noch kein Mensch gestorben.

Tierversuche haben ergeben, dass eine Maus sechs und eine Laborratte 60 Hornissenstiche überlebt. (wie viel mehr Stiche müsste also ein Mensch ertragen!?)! Kindern sollten deshalb die "Spielregeln" erklärt werden. Man kann ihnen z.B. das Nest als Kunstwerk zeigen und sie anregen, die "Riesenbrummer" zu beobachten. Dazu muß man den Kindern zuvor die Verhaltenregeln beibringen. Man kann ihnen das Nest im Winter, wenn es normalerweise leer ist, mit in die Schule geben.

Aber Vorsicht:
Im Winter nach scharfen Frösten ist es zwar normalerweise leer; in Einzelfällen können sich jedoch überwinternde Königinnen darin aufhalten, die bei Zimmertemperatur allmählich zu neuem Leben erwachen. Sie sollten in ein geeignetes Ersatzquartier verbracht werden (Reisig-, Laub-, Holzhaufen; Baumhöhlen u.ä.). Läßt die kindliche Neugier unsere Kleinen einmal zu leichtsinnig werden und sie ärgern oder stören die Tiere z.B. durch Herumstochern, Naßspritzen oder Klopfen im Nestbereich, kann es schon einmal einen Stich geben. Das tut zwar weh, ist aber kein Grund zur Panik. Ein Hornissenstich ist nicht anders zu behandeln als ein Wespen- oder Bienenstich.