Allgemeine Hinweise
Nur
dann, wenn die vorgenannten Maßnahmen (Aufklärung der Bevölkerung,
Absicherung des Nistplatzes) nicht zum Erfolg führen, bleiben als letzte
Möglichkeit Umsiedlungsaktionen. Diese sollten aber in solchen Fällen
unterlassen werden, in denen bei objektiver Beurteilung für die Betroffenen
keine unzumutbaren Beeinträchtigungen durch die Hornissen bestehen.
Die
Umsiedlungsmaßnahmen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die
zuständige Naturschutzbehörde, das ist in Niedersachsen die jeweilige
Bezirksregierung als obere Naturschutzbehörde.
Unvermeidliche
Umquartierungs- und Umsiedlungsmaßnahmen sind am einfachsten
und schonendsten im frühen Stadium der Volksentwicklung am
besten nach dem Schlüpfen der ersten Arbeiterinnen durchführbar.
Grundsätzlich können aber auch starke Völker und,
wenn es sich nicht vermeiden läßt, auch einzelne Königinnen
mit ihren Waben umgesiedelt werden.
Sofern
bereits Arbeiterinnen im Nest sind, sollte bei Bergungsmaßnahmen Schutzkleidung
angelegt werden. (Foto: E.v. Hagen)
Mit
fortgeschrittenem Entwicklungsstadium des Hornissenvolkes, etwa ab Mitte September,
sollte Umsiedlungsersuchen nur noch in absoluten Ausnahmefällen stattgegeben
werden, da die Hornissenvölker ja ohnehin bis etwa Ende Oktober absterben.
Bei
sorgfältiger, sachgerechter Durchführung der Umsiedlungsmaßnahmen
liegt die Erfolgsquote durchaus bei 100 Prozent. Besonders bei starken Völkern,
die vorher noch in einen Hornissenkasten umquartiert werden müssen, ist dabei
ein erheblicher Zeitaufwand von mehreren Stunden erforderlich.
Die
Maßnahmen sollten stets bei warmer Witterung tagsüber durchgeführt
werden. in allen Fällen, in denen bereits Arbeiterinnen in den Nestern vorhanden
sind, sollte man bei Bergungsmaßnahmen Imkerschutzkleidung anlegen und eine
Schutzbrille (nur Nichtbrillenträger) aufsetzen.
Ziel
jeder Umsiedlung muß es sei, ein Hornissennest vollständig zu erhalten
und unter Einbeziehung aller Arbeiterinnen in einen neuen artgerechten Lebensraum
zu verbringen. Die dabei zum Einsatz gelangen den Methoden können sich zwar
im Detail etwas unterscheiden, doch sind stets folgende Grundvoraussetzungen zu
beachten: weiter zu den Details....