5.2.8
Maßnahmen bei der Anwesenheit von
Hornissennestern in Rolladenkästen oder auf Dachböden Hornissenvölker
in Rolladenkasten werden zuweilen für die davon betroffenen Hausbewohner
insofern zum Problem, als es durch den anfallenden Kot der Hornissen
zu Geruchsbelästigungen kommen kann. Auch ist das Hornissennest
durch die beweglichen, Teile des Rolladens häufig Beschädigungen
ausgesetzt. Da sich das Hornissennest im Rolladenkasten in die
Breite ausdehnen kann, kommt es gewöhnlich nicht zur Filialbildung.
Es
ist daher anzuraten, solche Völker in einem möglichst frühen Entwicklungsstadium
in einen Nistkasten umzuquartieren (Kap. 5.2.1 bis .2.3); sehr
positiv ist es, wenn die Hornissen nach der Umquartierung in der
unmittelbaren Nähe des alten Standortes belassen werden. Auf Dachböden
können Hornissennester in aller Regel toleriert werden; der Flugbetrieb
spielt sich außerhalb des Gebäudes ab. Im Inneren kann das interessante
Leben auf den Waben gut beobachtet werden.
Großes Hornissennest auf einem Heuboden
Mit dem Schlüpfen der Geschlechtstiere
können allerdings etwa ab September durch die oft erheblichen
Kotmengen Geruchsbelästigungen auftreten, auch können Feuchtigkeitsprobleme
direkt unterhalb des Nestes entstehen. Es empfiehlt sich daher,
unterhalb des Wabenbaues Zeitungspapier auszulegen, das hin und
wieder ausgewechselt werden muß. Evtl. kann auch ein Eimer mit
eingelegtem Zeitungspapier (damit herabfallende Hornissen nicht
ertrinken) gute Dienste leisten.