Maßnahmen bei der Rückkehr überwinterter Königinnen

Wenn der Wunsch besteht, dass die Nistkästen wieder von alleine von überwinterten Königinnen besiedelt werden sollen, müssen diese im nächsten Jahr in genau der gleichen äusseren Gestaltung am alten Platz bereitgestellt werden wie im Jahr zuvor. Die neu hergerichtete Inneneinrichtung irritiert die Königinnen nicht. In den meisten Fällen erscheinen mehrere Königinnen, um den Nistkasten zu beziehen, was dann zu Stechereien führen kann.

Die sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Mooshummel (Bombus muscorum)
 Die sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Mooshummel (Bombus muscorum)Sollte man nicht genügend Zeit haben, um die Besiedlung der Nistkästen zu überwachen, kann es sogar zweckmäßig sein, die Kästen an einer anderen Stelle zu platzieren, um Stechereien zwischen den rivalisierenden Königinnen und Verluste zu vermeiden.

Ansonsten sollten alle Nistkästen, die wieder bezogen worden sind, (Kontrolle: Abends bei geöffnetem Dach behutsam gegen den Nistkasten klopfen und horchen, ob eine Königin sirrt) sofort nach der Neubesiedlung ein anderes Flugloch mit anderer Gestaltung als zuvor erhalten (Farbe, Steine auf dem Anflugbrett, o. ä.). Durch Auswechseln des Fluglochstopfens von links nach rechts oder umgekehrt kann beim Hummelnistkasten auch die Einflugrichtung geändert werden. Das alleine wird allerdings meistens nicht genügen.

Die Veränderung des Einflugs geschieht zweckmässig abends, wenn die Königin im Nest ist, damit sie sich am nächsten Morgen neu einfliegen kann, besonders, wenn auch die Stellrichtung des Kastens verändert wurde. Dennoch sollte man am nächsten Morgen kontrollieren, ob die betreffenden Königinnen auch gut heimfinden.

Die später erscheinenden Königinnen können den veränderten Eingang nicht mehr so leicht finden. Durch Aufstellen neuer Nistkästen können sie veranlasst werden, diese zu beziehen oder sie werden mit der Hand gefangen und durch deren Eingang hereingelassen.