Der Vorbau am Hummelnistkasten kann
aus einer stabilen Pappschachtel bestehen in die man leicht die
seitlichen Fluglöcher und die erforderliche Klappe zum Zusetzen
einer Königin sowie zur etwaigen Fütterung mit einem scharfen
Messer einschneiden kann. Die seitlichen Fluglöcher und die Wand
um diese Fluglöcher herum sollten mit etwas Moos verblendet werden,
durch das man mit einem Finger in Loch zum Flugloch hin bohrt.
Den so getarnten Nesteingang finden Parasiten weniger leicht.
Auch die Hummeln bevorzugen versteckte Nesteingänge.
Manche Hummelköniginnen, vor allem
solche von B. lucorum, zerren und kratzen in der freien Natur
selbst eifrig tarnendes Material um und über ihren Nesteingang.
Zum Einlassen einer Hummelkönigin
wird die Klappe am Vorbau geöffnet und die Königin mit Hilfe einer
Ansatzröhre durch das Nistkastenflugloch in den Kasten gelassen.
Beide empfohlenen Nistkastenarten
werden von geeigneten nestsuchenden Königinnen aller hier fliegenden
Hummelarten angenommen vorausgesetzt, anderweitiger Lichteinfall
als durch das Flugloch wird vermieden. Der Nistkasten mit Gang
sollte, da erweiterungsfähig, vor allem für volkreichere Arten
benutzt werden (B. terrestris, lucorum, (hypnorum), lapidarius).
Die Annahme des Nistkastens mit
Gang ist noch etwas sicherer als die des Nistkastens ohne Gang.
Nach erfolgter Besiedlung sollte der Gang mit dem Trennschied
entfernt und der Vorraum mit Kleintiereinstreu aufgefüllt werden.
Andernfalls wird der Gang im Laufe der Zeit zu stark bekotet,
was aus hygienischer Sicht unerwünscht ist.
Als Dachabdeckung hat sich Onduline
Wellteerpappe gut bewährt.
Bezugsquellen Material:
Biologische Kleintiereinstreu
Firma Hugro
Vertrieb Deutschland
Günter Leugers Grüner Weg 5
48268 Greven
Raiffeisenmärkte unbehandelter Kleintiereinstreu 7-8 Euro ca. 550 LIter
Unbehandelte Polsterwolle (Insektizidfrei)
Firma August Hasselberg
31061 Alfeld
(Alternativ zur Polsterwolle feiner trockener Rasenschnitt aus dem Vorjahr)