Während der Umquartierung stellt
sich häufig heraus, dass vor allem kleinere Hummelvölker
oder auch einzelne Königinnen in ihren Tönnchen keinerlei
Nektar haben sie stehen also dicht vor dem Verhungern. Dann empfiehlt
es sich, als Soforthilfe die Tönnchen solcher Kolonien während
der Umquartierung mit Hilfe einer Spritzampulle randvoll mit Zuckerlösung
zu füllen (Mischungsverhältnis der Zucker-Fruchtzuckerlösung
3 : 2, (Fruchtzucker Dr. Rhin aus dem Reformhaus kaufen, dieser
wird in einen bestimmten Herstellungsvervahren hergestellt wobei
keine Toxine entstehen.) warmem Wasser aufgelöst). Die Hummeln
bleiben dann wesentlich ruhiger und nehmen das neue Nest besser
an das gilt vor allem für die noch einzelne Königin
in der Nestgründungsphase, die andernfalls das Nest sogar
aufgeben könnte.
Anschließend an eine Umsiedlung
sollten die Hummelvölker zumindest die nächsten
10
Tage mit Hilfe von Futtergefäßen gefüttert werden.
Bewährt haben sich (z.B. Legobausteinen oder Laborgläsern
mit jeweils so kleiner Öffnung, dass die Tiere nicht in den
Gefäßen ertrinken können). Je nach Tracht und
Wetter entscheidet man danach weiter.
Baumhummeln (Pyrobombus hypnorum ericetorum) an einer Vogeltränke
mit Zuckerlösung
Bei kleineren Völkern hat sich
die Fütterung mit Legobausteinen durchaus bewährt. Au,
hygienischen Gründen sollte bei größeren Völkern
ab ca. 30 Arbeiterinnen auf die Fütterung mit Laborgläsern
mit durch Stopfen abschließbarer Einfüllöffnung
und 1 mm Bohrloch 1 cm über dem Boden zum Absaugen der Zuckerlösung
übergegangen werden. Das Futter sollte alle 3-5 Tage erneuert
werden; dabei Laborgläser u. Stopfen säubern und auskochen.
Die Futtergefäße müssen
zunächst so in den Vorbau vor den Kasteneingang gestellt
werden, dass die Hummeln die Zuckerlösung beim Herauskommen
mit den Fühlern wahrnehmen können; der Eingang darf
jedoch nur zur Hälfte verstellt werden. Ist das Futter angenommen,
können die Gefäße vorn Eingang etwas abgerückt
werden. Größere Gefäße können ins Innere
des Nistkastens gestellt werden.