Aufstellung des Hummelnistkastens

Bei der Aufstellung des Nistkastens muß auf die Umweltansprüche der betreffenden Hummelart Rücksicht genommen werden. Grundsätzlich wird der Nistkasten an möglichst geschützten Plätzen aufgestellt, so daß er gegen Regen, Wind und zu intensive Sonnenbestrahlung geschützt ist.

Hummelkasten aus Holz mit geöffnetem
Vorbau aus Pappe

Hummelkasten aus Holz mit geöffnetemDas abgebildete Moos ist die Einflugsöffnung die quasi das Mausloch imitieren soll!

D
amit die Hummeln nicht so leicht von Ameisen belästigt werden können, sollte der Nistkasten auf eine ca. 50-60 cm hohe Unterlage gestellt werden. Günstig für die Aufstellung sind Stadt oder Dorfrandgebiete oder abseits der Siedlung gelegene Grünflächen in Waldesnähe mit Taubnesselvorkommen, Weidenkätzchen, Obstbäumen, Klee und Wickenbeständen. Dort lassen sich auch noch die Arten des offenen Feld und Wiesengeländes halten. Die Völkchen können zu Bestäubungszwecken usw. auch an neue Aufstellungsorte gebracht werden. Der neue Aufstellungsort sollte aber mindestens 3 km entfernt sein. Die Hummeln fliegen sich am neuen Platz genau wie Bienenvölker wieder ein. Bei Aufstellung mehrerer Völker müssen die Nistkästen mit Farbe oder durch unterschiedliche Fluglochgestaltung markiert werden, um den Hummeln eine bessere Orientierung zu ermöglichen.

Die geschilderte Methode der Umquartierung von Hummelnestern aus der Natur in einen Nistkasten ist dann angebracht, wenn die Jahreszeit schon zu weit fortgeschritten ist, um Hummelköniginnen zur Nestgründung in den Nistkästen zu veranlassen oder wenn ein durch Baumaßnahmen o. ä. gefährdetes Hummelnest in Sicherheit gebracht werden soll. Auch vom Dachs usw. ausgegrabene und ihrer Waben beraubte Völkchen lassen sich in Nistkästen umquartieren. Bei regelmäßiger Fütterung ziehen sie zuweilen noch ziemlich viele Arbeiterinnen und Geschlechtstiere auf.