Auch in Deutschland ist ein alarmierender
Rückgang unserer neben der Honigbiene wichtigsten Blütenbestäuberinnen,
nämlich der Hummeln, zu verzeichnen (vgl. z.B. HAGEN &
WOLF 1993, BREINL & KÖRNER 1994, HÖREGOTT 1998).
Dieser Rückgang, ein Arten- und Individuenschwund, betrifft
vor allem die auf das offene, baumarme Gelände der Feldflur
angewiesenen Hummelarten:
Bombus confusus (Samthummel), in RL v. 1998 (RL) "Stark
gefährdet";
Bombus distinguendus (Deichhummel), in RL "Stark
gefährdet";
Bombus pomorum (Obsthummel), in RL "Stark
gefährdet";
Bombus muscorum (Mooshummel), in RL "Stark
gefährdet";
Bombus ruderarius (Grashummel), in RL "Gefährdet";
Bombus veteranus (Sandhummel), in RL "Gefährdet";
Bombus ruderatus (Feldhummel), in RL mit "Gefährdung
anzunehmen";
Bombus subterraneus (Erdbauhummel), in RL mit "Gefährdung
anzunehmen";
Bombus humilis (Veränderliche Hummel), in RL in Kategorie
"V" = "Vorwarnliste"
geführt
Bombus sylvarum (Waldhummel), übrigens keine Waldart!
In RL in der Vorwarnliste geführt.
Es handelt sich hierbei um fast
die Hälfte der bei uns im Flachland und Mittelgebirgsraum
fliegenden Hummelarten (Kuckuckshummeln (Psithyrus) unberücksichtigt)
sowie um alle vorrangig an das Leben im offenen Gelände der
Feldflur angepaßten Hummelspecies.