Hummel sowie andere Insektenarten
sind besonders stark durch die Eingriffe des Menschen gefährdet,
sehr oft werden aus Unkenntnis über die vorkommenden Arten
sowie deren Biotop unnötige Maßnahmen zur Landschaftspflege
durchgeführt.
Folgende Maßnahmen sind für den
Artenschwund der Hummeln verantwortlich:
Einsatz von Pestiziden, Maßnahmen der Flurbereinigung, die
heutigen Großflächen von Wiesen und Weiden, rigorose
Heckenentfernung, Monokulturen, stark befahrene Autobahnen und
Strassen, Baumaßnahmen und zunehmende Industrialisierung,
das Abflämmmen von trockenem Gras auf Wiesen, Böschungen
und Gräben, soweit das Abbrennen von Getreidefeldern nach
der Ernte, ferner das Mitspritzen von Böschungen, Gräben,
Strassen und Wegrändern während des Einsatzes von Pestiziden
an Getreide-, Raps, und Rübenfeldern. Sehr oft werden durch
diese Maßnahmen wichtige Trachtpflanzenbestände wie
z.B. Klee- oder Wickenbestände dezimiert.
Das unsinnige Töten von jeglichen
Hummelarten für rein private oder halbwissenschaftliche Zwecke
sollte gänzlich unterlassen werden. Hier sollte dem "Sammeln"
mit der Kamera der Vorzug gegeben werden.
Das
Ausmähen von Grenzgräben oder Böschungen sollte
im Interesse der Hummeln frühestens Mitte September geschehen.
Des weiteren sind die Grundsätze
des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu beachten insbesondere
der Paragraph §2 NNatschG. (Neufassung 04/2002 )
Durch das Grasmähen auf Wiesen,
Weiden, Böschungen, an Gräben, Weg- und Strassenrändern
können Hummelvölker ihre Eingänge zu ihren Nestern
nicht mehr finden und sehr große Verluste erleiden. Landwirte
die z.B. ein Gelege des Kiebitzes beim Mähen auslassen, sollten
auch das gewisse Feingefühl für eine fliegend suchende
Hummel besitzen und das Mähgut an der Stelle etwas verschieben,
so dass die Hummeln wieder ihren Eingang zum Nest finden.
Das rechtswidrige Abpflügen
über die Feldgrenzen hinaus nimmt den Hummeln Nistplätze
und Nahrungsgrundlagen.
All diese Eingriffe haben schon
zahlreiche Biotope vieler Hummelarten zerstört. Wir alle
sollten daher darum bemüht sein, nicht noch weitere dazukommen
zu lassen. Besonders schlimm wirkt sich natürlich der Einsatz
von Insektiziden auf den Hummelbestand aus. Nicht jede Blattlaus
an einer Rosenblüte sollte daher chemisch bekämpft werden.
Und diese Worte richten sich besonders an die unzähligen
Hobbygärtner, denn gerade die Gebiete der Haus- und Schrebergärten
sind heute das Rückzugsgebiet vieler Hummelarten, die in
der überintensiv genutzten Produktionslandschaft unserer
Landwirtschaft keine Überlebenschance mehr haben.
Leider ist es vielerorts üblich
geworden, dass Landwirte, ohne sich an die bundesdeutsche Bienenschutzverordnung
zu halten, Getreide mit Herbiziden behandeln, um Unkräuter"
zu beseitigen. Diese sog. Unkräuter" - besser
Wildkräuter genannt - sind beispielsweise Taubnesselarten,
Günsel, Gamander, Acker-Ehrenpreis, Mohn, Kornblumen usw.!
Diese Wildkräuter sind meist auch Heilkräuter.
Eine sehr gute Bezugsquelle für
biologisch erzeugte Wildstauden und Hummeltrachtpflanzen ist die
Staudengärtnerei Hof Berggarten. (siehe auch unter Links)