Schlußbemerkung:

Abschießend soll nochmals auf den starken Rückgang der Hummelpopulation hingewiesen werden. Jede Hummelhaltung sollte daher nicht nur auf den Nutzen oder das Vergnügen des Halters ausgerichtet sein, sondern auch auf den Schutz, die Erhaltung und möglichst auch die Vermehrung der örtlichen Hummelvorkommen. Wer den Hummeln helfen will, sollte daher nicht allein an die Bereitstellung von schützenden Nistkästen denken, sondern auch nach Möglichkeit geeignete Blütenpflanzen für die Hummeln, heranziehen.

Rot- oder Wiesenklee (Trifolium pratense) wichtige Hummeltrachtpflanze Gut geeignet für alle Hummelarten sind: Kätzchenweide (z.B. Salix caprea m.), Zierjohannisbeere (z.B. Ribes sanguineum atrorubens) Stachelbere und schwarze Johannisbeere , Rote, Gefleckte und Weiße Taubnessel (Lamium maculatum und L. album), Kirsche, Himbeere, Beinwell, Weiß- und Rotklee und Wicken (vor allem die Winterwicke (vicia villosa) hat sich gut bewährt) sowie Herzgespann (Leonurus cardiaca) und Schwarznessel (Ballota nigra). Wer die Möglichkeit hat, sollte sich etwas Land pachten und dort Blütenpflanzen für die Hummeln anbauen, um damit einen weiteren, besonders wirksamen Beitrag zur Erhaltung der verschiedenen Hummelarten, dieser liebenswerten und nützlichen Insekten, zu leisten.

Setzen Sie sich im übrigen für einen besseren Schutz der Saum- und Kleinbiotope in der Feldmark ein. Das Ausheben von Gräben und der Einsatz von Schlegelmähern sollten in der Zeit zwischen 1. März und 30. September verboten werden (erweiterter Schutz von Lebensstätten). Ferner muß das Abpflügen über die Eigentumsgrenze hinaus vom Gelände der Saumbiotope sowie das unzeitige Mähen nur aus falscher Ordnungsliebe zur Hauptblütezeit auf dem Gelände der Saumbiotope unterbunden werden. In wenigen Jahren wird es bereits für die Hummeln der Offenlandschaft zu spät sein.

TIP:
Vielleicht haben Sie einen guten Kontakt zu ihrer Naturschutzbehörde. Sprechen sie dort gezielt die Probleme an und versuchen sie gemeinsam mit der Behörde oder auch allein, etwas für die bedrohten Hummelarten zu unternehmen. Wünschenswert wäre es, wenn sie Nachbarn, Freunde und Landwirte in ihrer Nähe über ihr Vorhaben informieren. Eventuell gibt es dort noch Mitstreiter die ihnen behilflich sein können, z.B. beim Anbau von Trachtpflanzen.

Viel Erfolg beim Insektenschutz

Bezugsquellen für Hummeltrachtpflanzen finden Sie unter der
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